15.05 - 21.05: Banking in a Week


Neuigkeiten der Woche 15.05 bis 21.05: Die irische Zentralbank fordert eine stärkere Regulierung von ETFs. Die Julius Bär Bank will sein Geschäft in Lateinamerika ausweiten. Die Raiffeisen Bank International hat ihren Gewinn nach der erfolgreichen Übernahme der Raiffeisen Zentralbank verdoppelt und die spanische Banco Popular Bank hat nach ihrer schlechten Performance zahlreiche Kaufangebote erhalten. Weiterhin konnte die BNI Europa Direktbank mehr als 40 Millionen Pfund in das britische FinTech MarketInvoice investieren.

 

Auch interessant: Die EZB deutet eine Veränderung der lockeren Geldpolitik an und die Deutsche Bundesbank veröffentlicht eine Statistik die das Bankensterben in Deutschland verdeutlicht.


Neuigkeiten der Woche


Die irische Zentralbank fordert eine stärkere Regulierung von ETFs (Financial Times, 21.o6.17):

Nachdem bereits einige Behörden eine stärkere Regulierung von ETFs gefordert haben, schließt sich nun auch die irische Zentralbank an und ist somit die bisher größte Institution mit einer solchen Forderung. Vor allem die undeutlichen Eigentumsrechte von ETFs, welche durch einen Kauf nicht direkt auf den Investor übertragen werden, sowie die intransparente Preisgestaltung werden von der irischen Zentralbank kritisiert.


Die Julias Bär Bank steht laut Insiderberichten kurz vor eine Acquisition in Lateinamerika (Finanzen.ch, 18.05.17):

Die Privatbank Julius Bär möchte laut Insidern das Geschäft in Lateinamerika ausbauen und denkt über eine Minderheitenbeteiligung in Höhe von 20% bei der TPCG Group nach. Bisher gibt es noch keine offiziellen Stellungnahmen von der Julius Bär Bank oder TPCG Group.


Nach der erfolgreichen Fusion konnte die Raiffeisen Bank Int. ihren Gewinn verdoppeln (Handelsblatt, 17.05.17):

Die österreichische Raiffeisen Bank International konnte nach der Fusion mit der Raiffeisen Zentralbank die Analysten überraschen und den Gewinn für das erste Quartal 2017 von 111 Millionen Euro auf 220 Millionen Euro nahezu verdoppeln. Dieser Gewinnanstieg liegt vor allem darin begründet, dass weniger Rücklagen für Kreditausfälle angelegt werden mussten und das operative Geschäft besser lief als erwartet.


Die spanische Banco Popular Bank hat zahlreiche Kaufangebote erhalten (Financial Times, 16.05.17):

Die Konsolidierungswelle am spanischen Bankenmarkt geht weiter. Laut Insiderberichten hat die sechstgrößte Bank in Spanien, die Banco Popular, von mehreren Banken Angebote für einen etwaigen Kauf bekommen. Mögliche Käufer sind die ebenso spanische Banco Santander oder die BBVA Bank. Zuletzt war die Banco Popular in den Medien durch ihre schlechte Performance bekannt geworden und wird als Abwicklungskandidat gesehen.


Die BNI Europa Bank hat 45 Millionen Pfund in das FinTech MarketInvoice investiert (Business Insider, 15.05.17):

Die portugiesische BNI Europa Direktbank hat 45 Millionen Pfund in eine Finanzierungsplattform investiert, bei der kleine und mittelständische Unternehmen mit einer unbezahlten Rechnung als Sicherheit von Großinvestoren Kredite bekommen. Die Direktbank möchte durch die Investition Zugang zu dem Angebot von MarketInvoice bekommen, um diesen Service auch für ihre Kunden anzubieten.

Interessante Artikel zum Nachdenken


Die EZB hat ihren Fahrplan aus der lockeren Geldpolitik vorgestellt (Handelsblatt, 17.05.17):

Nachdem die Verbraucherpreise im Monat April um angestrebte 1,9 % gestiegen sind und sich auch die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum wieder deutlich verbessert hat, denkt die EZB über einen möglichen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik nach. Erwartet wird, dass bereits im Juni mögliche Änderungen in der Geldpolitik angekündigt werden und ab Januar 2018 der Aufkauf von Staatsanleihen schrittweise gesenkt wird. Eine Zinserhöhung wird jedoch erstmal nicht erwartet. 


Statistiken der Bundesbank verdeutlichen das große Bankensterben (Wirtschaftswoche, 16.05.17):

Laut der Deutschen Bundesbank ist die Bankenbranche 2016 um 72 Institute geschrumpft. Vor allem kleinere Banken mit hohem Fokus auf Kredit- und Einlagengeschäft leiden derzeit unter der Niedrigzinspolitik. Somit ist es nicht verwunderlich, dass ganze 10 Sparkassen zusammengelegt und mehr als 40 Genossenschaftsbanken geschlossen wurden. Weiterhin konnte eine anhaltenden Verkleinerung des Filialnetzes um 6% beobachtet werden. Laut einer externen Beratung wird die Anzahl der Filialen in den nächsten 10 Jahren von 32.000 auf 20.000 sinken.

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