26.06 - 02.07: Banking in a Week


Neuigkeiten der Woche 26.06 bis 02.07: Die HSH-Nordbank meldet, dass es genug Kaufinteressent gibt um den Verkaufsprozess fortzuführen. Die KFW möchte eine eigene Venture-Capital Einheit in Zusammenarbeit mit dem Bundeswirtschafts- und Finanzministerium in 2018 eröffnen. Die IKB hat ein Kaufangebot in Höhe von 210 Millionen Euro für ihr Leasinggeschäft bekommen. N26 bekommt einen neuen Konkurrenten von der Sparkasse namens "Yomo" und die Volksbank Reutlingen schaffte nach einer Klage durch den Verbraucherschutz die Negativzinsen für Kleinanleger wieder ab. Schon wieder verliert die Deutsche Bank 60 Millionen Dollar bei risikoreichen Derivatengeschäften.

 

Auch interessant: Alle Großbanken in den USA haben den FED-Stresstest bestanden und die EZB kritisiert die europäischen Banken für eine unzureichende Brexit-Vorbereitung.

 


Neuigkeiten der Woche


Viele Interessenten für die HSH-Nordbank (Die Welt, 02.07.17):

 

Bis Ende Juni war es möglich Kaufangebote für die HSH-Nordbank abzugeben. Das schleswig-holsteinische Finanzministerium teilte mit, dass die eingegangenen Angebote eine gute Grundlage bilden und der Verkaufsprozess nun fortgeführt werden kann. In den letzten Monaten stand der Verkaufsprozess der HSH-Norbank viel  in Kritik, da viele Kaufinteressenten abgesprungen sind und es nicht sicher war ob die HSH-Nordbank genug Angebote bis Ende Juni zusammen bekommt.


Die KFW-Bank möchte ab 2018 eine eigene Venture Capital Gesellschaft gründen (Nachrichtenexpress, 30.06.2017):

Die KFW-Bank erweitert ihr Beteiligungsangebot und will ab 2018 eine Gesellschaft zur Start-Up Finanzierung gemeinsam mit dem Bundeswirtschafts- und dem Bundesfinanzministerium gründen. Ziel ist es, gezielt die deutschen Unternehmen durch eine Unterstützung in der risikovollen Wachstumsphase zu stärken und das in Deutschland verfügbare Wagniskapital mit einem Investitionsvolumen von 2 Milliarden Euro in einem Zeithorizont von 10 Jahren zu verdoppeln.


Die IKB verkauft ihr Leasinggeschäft für 210 Millionen Euro (Handelsblatt, 29.06.17):

Schon zum vierten Mal versucht die IKB Deutsche Industriebank AG ihr Leasinggeschäft zu verkaufen. Bisher hat sich als Interessent die in New York ansässige HPS Investment Partners gemeldet und ist bereit 210 Millionen Euro für die Leasingsparte zu bezahlen. Die Leasingsparte der IKB beschäftigt zurzeit circa 500 Mitarbeiter und betreut 23.000 Kunden.


Sparkassen starten neue mobile Konto-App namens "Yomo" und wollen damit N26 angreifen (Handelsblatt, 28.06.17):

In naher Zukunft können Sparkassen Kunden nun auch ein komplett mobiles Konto namens "Yomo" nutzen. Die App ermöglicht es, wie bei dem FinTech N26, ein Girokonto Online zu eröffnen und zu nutzen. Finanziert wurde das FinTech von 10 großen Sparkassen, welche nun unter einem Lizenzmodell auch allen anderen Banken im Sparkassen- und Giroverband die Nutzung ermöglichen wollen. Wie auch bei N26, ist das Angebot für die Kunden kostenlos und Einnahmen werden durch das Zinsgeschäft sowie angebotene Zusatzleistungen generiert.


Nach Abmahnung schafft die Volksbank Reutlingen die Strafzinsen wieder ab (Frankfurter Allgemeine, 29.06.17):

Nachdem die Verbraucherzentrale gegen die Volksbank Reutlingen aufgrund einer plötzlichen Einführung von Strafzinsen für Giro- und Tagesgeldkonten geklagt hatte, hat die Volksbank beschlossen die Negativzinsen zumindest für Kleinanleger wieder abzuschaffen. Das Problem für die Verbraucherzentrale war jedoch nicht die negativen Zinsen an sich, sondern die intransparente Einführung durch eine Änderung der AGBs. Die Verbraucherzentrale hat bereits angekündigt auch andere Banken zu überprüfen und ggf. rechtliche Schritte einzuleiten.


Die Deutsche Bank verliert 60 Millionen Dollar (ARD Börse, 28.06.17):

Die Deutsche Bank hat bei Derivatengeschäften Verluste in Höhe von 60 Millionen Dollar gemacht, als sie gegen die Inflationsentwicklung in den USA spekuliert hat. Der Verlust ist jedoch bei einem gesamten Umsatz im Anleihengeschäft von 2,3 Milliarden Euro überschaubar, jedoch kämpft die Bank mit allen Mitteln darum ihre Reputation als vertrauensvolle Bank wiederherzustellen. Nun soll intern geprüft werden, ob die Mitarbeiter die Risikogrenzen überschritten haben.

Interessante Artikel zum Nachdenken


Führende US-Großbanken bestehen den FED Stresstest (Manager Magazin, 29.06.17):

Am Mittwoch mussten sich die 34 größten US-Banken einem Stresstest unterziehen. Das Ergebnis war sehr gut - alle Banken haben den Stresstest bestanden und dürfen somit Anteile von Investoren zurückkaufen und erhöhte Dividenden ausschütten. Die Banken haben entsprechend reagiert. Zum Beispiel hat die Bank of America ihre Dividenden um 60% erhöht und die Citibank einen Aktienrückkauf mit einer Summe von 16 Milliarden Dollar beschlossen.


Die EZB kritisiert Banken bei der Brexit Planung (Handelsblatt, 30.06.17):

Die Europäische Zentralbank tadelt europäische Banken bei den Brexit Vorbereitungen. Laut der EZB haben bisher nur wenige Banken eine Strategie zum kommenden Brexit veröffentlicht und das obwohl bereits im März 2009 der Brexit durchgeführt wird.

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